Bundeskonferenzen

5. BUNDESKONFERENZ DER ARBEITER*INNEN

5. BUNDESKONFERENZ DER ARBEITER*INNEN

Die 5. Bundeskonferenz der Arbeiter*innen fand vom 02. bis 03. Mai 2019 in Berlin statt. 

Über 100 delegierte Arbeiter*innen aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um sich inhaltlich und personell für die nächsten 4 Jahre neu auf zu stellen. So konstituierte sich auch der neue Bundesarbeiter*innenausschuss (BAA)

 

Es wurden mehr als 20 Anträge zu 5 Sachgebieten beraten und von den Delegierten verabschiedet. Viele Anträge wurden an den ver.di-Bundeskongress im September weitergeleitet. Die Themen sind u.a.

Gute Arbeit und gute Dienstleistungen - betrieblich, tariflich und politisch gestalten

  • Vorteilsregelungen für Gewerkschaftsmitglieder
  • Gewerkschaftskomponente bei allen Tarifverhandlungen fordern und durchsetzen

Sozial-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik 

  • Mindestlohn auf 12 Euro anheben (Petition MiLo 12 – darunter geht gar nichts!
  • Mindestlohn 2.0
  • Die Rente muss zum Leben reichen
  • Grundrente für langjährig Versicherte
  • Reform der Alterssicherung
  • Prekäre Beschäftigung bekämpfen 

Daseinsvorsorge und handlungsfähiger Staat 

  • „Finger weg vom Arbeitszeitgesetz - 8 Stunden sind genug.“

Gewerkschafts- und Gesellschaftspolitik 

  • "Klare Kante gegen Rechts"

 Europa/Internationales

  • Internationale, gewerkschaftliche Zusammenarbeit fördern

 

   Frank Bsirske

Die als Redner*innen eingeladenen Mitglieder des Bundesvorstands nahmen in ihren Beiträgen die Themen der Arbeiter*innen  der vergangenen Wahlperiode auf und lieferten eine Einschätzung der zukünftigen Handlungsfelder.

Das seit vielen Jahren intensive Engagement der Arbeiter*innen für den Mindestlohn und die Unterstützung der Rentenkampagne wurden von Frank Bsirske (ver.di Bundesvorsitzender) und Christine Behle (ver.di Bundesvorstand, Ressort 10) besonders herausgestellt. Die Delegierten der Arbeiter*innenkonferenz machten in den nachfolgenden Diskussionen aber auch klar, dass sie gerade an diesen Punkten weiterhin Handlungsbedarf von ver.di sehen. Diese Erwartungen wurden daher in den entsprechenden Anträgen an den ver.di Bundeskongress formuliert.

   Christine Behle

Mit dem nach vorne gerichteten Blick ging Christine Behle in ihrem Beitrag auf das Thema Digitalisierung ein. Durch die fortschreitende Entwicklung der Technologie wird sich die Arbeitswelt massiv verändern. Hier ist ver.di gefordert, die notwendigen Diskussionen in den Betrieben zu führen und als Organisation die Antworten auf diese Herausforderung zu finden. Besonders an dieser Stelle müssen die Arbeiter*innen einen wichtigen Beitrag im Sinne ihrer Gruppe leisten. Denn die Veränderungen der Arbeit durch die Digitalisierung, dürfen nicht zu Lasten der Arbeiter*innen gehen.

   Wolfgang Pieper

Die ver.di Tarifarbeit nahm in dem Vortrag von Wolfgang Pieper (ver.di Bundesvorstand - Ressort 12) eine zentrale Rolle ein. Sowohl im öffentlichen Dienst, als auch in den privatrechtlichen Bereichen haben die Arbeiter*innen eine tragende Rolle hinsichtlich der Erfolge in Lohn- und Gehaltsrunden. Die bestehende Mobilisierungsfähigkeit der Arbeiter*innen bildet immer eine verlässliche Größe für ver.di. Dieser Unterstützung gilt es zukünftig Rechnung zu tragen und es muss ein Ziel sein, die Einkommen der unteren Lohngruppen überproportional anzuheben.

   Ralf Nix

Am Ende der 5. Bundeskonferenz der Arbeiter*innen steht fest, dass uns auch in Zukunft die Themen nicht ausgehen werden und wir weiterhin für unsere Interessen gemeinsam streiten und kämpfen müssen.

Dafür wünsche ich uns viel Kraft und Erfolg.

Ralf Nix (ver.di Bundesarbeiter*innensekretär) 

 

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