Rente muss zum Leben reichen

Der BundesarbeiterInnenausschuss setzt sich dafür ein, dass die gewerkschaftliche Rentenkampagne weitergeht.

Aus dem Koalitionsvertrag 2018
„…Vertrauen in die langfristige Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung ist ein hohes Gut in unserem Sozialstaat. Deshalb werden wir die gesetzliche Rente auf heutigem Niveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 absichern und bei Bedarf durch Steuermittel sicherstellen, dass der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen wird. Für die Sicherung des Niveaus bei 48 Prozent werden wir in 2018 die Rentenformel ändern und parallel dazu eine Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ einrichten, die sich mit den Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung und der beiden weiteren Rentensäulen ab dem Jahr 2025 befassen wird….“

Diese Planung bedeutet allerdings für viele Menschen, gerade im ArbeiterInnenbereich, dass ihre Rente zu gering ausfallen wird. Deswegen fordert der BundesarbeiterInnenauschuss mindestens 53 %.

Die Rente muss zum würdevollen Leben reichen. Es darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen ihr Leben lang arbeiten und dann in die Altersarmut fallen. Gerade in den ArbeiterInnenbereichen reicht der Verdienst oft nur für das Nötigste, große Sprünge kann sich da keiner leisten. Da ist es ja logisch, dass selbst 53 % Rente viel zu wenig sind. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Teilzeit, haben nur Minjobs, sind gerinfügig beschäftigt oder aber haben Werkverträge, arbeiten als Leiharbeiter oder in befristeten Beschäftigungsverhältnissen. Wenn sie in Rente gehen, sind sie auf Unterstützung vom Staat angewiesen. Das kann ja nicht Sinn eines Rentensystems sein, dass man im Alter in die Altersarmut fällt. Geld genug ist da, es ist nur ungerecht verteilt.

Die Reichen werden immer reicher. Die Löhne in den ArbeiterInnenbereichen werden  - wo es nur geht – gedrückt. Es muss immer noch billiger und billiger gehen, damit die Gewinne immer größer und größer werden. Am Ende bleibt für die ArbeiterInnen nichts übrig - nicht einmal eine halbwegs auskömmliche Rente.

Das ist eine Sauerei und deshalb setzt sich der BundesarbeiterInnenausschuss für höhere Löhne und ein höheres Rentenniveau ein.  

"Prekär im Leben - Arm im Alter"

© ver.di Arbeiterinnen

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© ver.di hamburg
Dro­hen­de Al­ter­s­ar­mut er­fahr­bar ma­chen
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