Aktion "Seniorenresidenz 2030"

Wir bitten um Unterstützung bei der vom Landesbezirksvorstand unterstützten Aktion „Seniorenresidenz 2030“ am Sonnabend, 26. Mai 2018, 11 bis 16 Uhr, auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Dass prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Niedriglöhne und unterbrochene oder zu kurze Erwerbsbiographien das Risiko, in Altersarmut zu fallen, maßgeblich erhöhen, ist mittlerweile hinlänglich verbreiteter gesellschaftlicher Konsens. Verbände und DGB-Gewerkschaften, zuvorderst ver.di, haben das Notwendige dazu beigetragen, dieses Wissen kollektiv zu verankern.

Doch Wissen und Bewusstsein entwickeln sich nicht immer parallel. Weder bei den Beschäftigten noch gar bei den Arbeitgebern. Wir haben Zweifel daran, dass die Masse der Bevölkerung auch ein Gefühl dafür hat, wo dieses Armutsrisiko schon während des Erwerbslebens beginnt.

Deshalb wollen wir dieses Risiko mit Stellvertreter*innen erfahrbar machen.
Bildhaft dargestellte Berufe sollen beispielhaft verdeutlichen, in wessen Umfeld der gesellschaftliche Hebel angesetzt werden muss, um das Armutsrisiko zu minimieren.
Und wie sehr es eilt, Verbesserungen zu etablieren; denn Altersarmut ist bekanntlich endgültig.

Gut 20 schlichte Zelte, „bewohnt“ von Beschäftigten, die ihre Einkommenssituation und ihren nach geltendem Recht zu erwartenden, ungefähren Anspruch auf eine gesetzliche Rente verdeutlichen, sollen ein einprägsames Bild ergeben.
Prekäre Arbeit führt zu Altersarmut – Willkommen in der Seniorenresidenz 2030!

Wir werden ergänzend an demselben Strang ziehenden Verbänden die Gelegenheit geben, sich mit ihren Vorstellungen zu diesem Thema zu präsentieren. Wir stellen insgesamt 3 mal 6 Meter Überdachung zur Verfügung.

Wir würden uns freuen, wenn Du Dich bei der Aktion aktiv einbrächtest!

Starken Rückenwind empfinden wir zur Zeit von der Hamburgischen Bürgerschaft und dem Senat, namentlich Bürgermeister Peter Tschentscher, mit der Ankündigung, bis 2020 als Einstiegsgehalt bei Hamburger öffentlichen Unternehmen obligatorisch 12 EURO als Mindeststundenlohn festzusetzen. Bei Unternehmen, die Zuwendungen empfangen, erwarten wir, ver.di, natürlich eine komplette Ausfinanzierung dieser Gehaltserhöhung (um 10 - 20 Prozent für unterste Lohngruppen bis 2020) durch die Stadt.

12 Euro die Stunde bilden z.Zt. die angenommene Grenze, um nicht im Alter auf die Grundsicherung angewiesen zu sein. Allerdings darf man dann ein Erwerbsleben lang niemals einen Lohn unter dem jeweils entsprechenden Wert verdient haben. Von diesem erwerbslebenslangen Verdienst sind viele Menschen mit niedrigen Löhnen leider weit entfernt.
Aber zum jetzigen Zeitpunkt senden Senat und Bürgerschaft das richtige Signal, zum richtigen Zeitpunkt und deshalb muss diese Zielmarke von der Stadt unverzüglich umgesetzt und erreicht werden.

In der Privatwirtschaft ist ein für unser Sozialsystem verantwortlicher Umgang mit den Löhnen, zu oft nicht zu erkennen. Deshalb machen wir deutlich, dass die Not von Millionen Beschäftigten nicht nur in der Gegenwart groß ist, sondern im Alter existentiell werden kann.

Sei dabei!

Gerne stehe ich Dir unter der E-Mail-Adresse: klaus-dieter.schwettscher@verdi.de

oder unter 040 890 615 175 für Rückfragen und Anmeldungen zur Verfügung.

 

Foto/Grafik: ver.di Hamburg

ver.di Kampagnen